Der Hauptbestandteil der suburethralen Wand ist faseriges Bindegewebe. Kollagen der Typen I, III und VI sind die vorherrschenden Bestandteile dieses Bindegewebes6. Da bei Frauen mit SUI häufig eine Veränderung des Bindegewebsstoffwechsels vorliegt7-9, was zu einem veränderten Kollagengehalt führt, hat die Stimulierung der Kollagenproduktion das Potenzial, das verlorene Kollagen bei Frauen mit SUI zu ersetzen und die Harnkontinenz durch eine Verbesserung des Ausflusswiderstands wiederherzustellen.

Urolon löst eine kontrollierte Fremdkörperreaktion aus und kann im Harnröhrengewebe eine Neokollagenese anregen. Studien haben gezeigt, dass eine Injektion von Urolon die Bildung von Kollagen Typ I und III anregt. Kollagen Typ III wird im Laufe mehrerer Monate durch das stabilere Kollagen Typ I ersetzt. Dieses neu gebildete Kollagengerüst verankert die Mikrokügelchen im Gewebe und verringert so das Risiko einer Verlagerung10-11.

Nicolau PJ, Marijnissen-Hofsté J. Neocollagenesis after injection of a polycaprolactone based dermal filler in a rabbit. Eur J Aesth Med Dermatol, 2013. 3(1): p.19-26

Kim JA, van Abel D. Neocollagenesis in human tissue with a polycaprolactone-based dermal filler. J Cosmet Laser Ther, 2014; early Online: 1-3

Urolon sorgt vor allem durch den CMC-Gel-Träger (70 %) für einen sofortigen Volumenausgleich, gefolgt von einer anhaltenden Wirkung dank der hoch biokompatiblen PCL-Mikrokügelchen (30 %)10-13. Dieser sofortige Volumenauffüllungseffekt beruht auf der optimalen Viskoelastizität des CMC-Gelträgers, die entscheidend dafür ist, dass die PCL-Mikrokügelchen im Gelträger suspendiert bleiben und nach der Injektion an Ort und Stelle verbleiben. Der CMC-Gelträger wird nach der Behandlung über einen Zeitraum von mehreren Wochen bis Monaten allmählich resorbiert.